Konzerte

Leinebericht:

Selten wurden Karten eines „Superstars“ so bei eBay verramscht … So konnte ich einfach nicht Wiederstehen und musste zuschlagen. Madonna ist ja schließlich nicht irgendwer sondern sie ist ein Teil meiner Jugend und so bin ich - obwohl ich noch nie eine Platte vor ihr besaß – mit ihr groß geworden. Die dauerhafte Berieselung war ja schon damals algegewärtig und die Wiederholungsschleife mancher Radiosender machte es nahezu unmöglich ihr auszuweichen. Trotzdem oder grade deswegen wollte ich mir diese „Grande Dame“ antun, um sie schließlich einmal in meinen wahrscheinlich kurzen Leben gesehen zu haben.

Die Erwartungen waren also recht niedrig und auch das Wetter machte die Stimmung nicht grade besser. Des weiteren hielt es die Diva für unbedingt notwendig ihren Soundcheck auszudehnen und so musste man elendig lange draußen warten.
Nach einiger Zeit ging es dann schließlich doch noch hinein und das lange Warten machte sich zu guter Letzt bezahlt. So gelangte ich in den vordersten Innenraum und die Freude darüber ließ die vorangegangenen Strapazen bald wieder vergessen.

Eine Vorband hat natürlich „Madonna“ nicht nötig und so durfte der relativ bekannte „Remixer“ und DJ Paul Oakenfold im Vorprogramm auflegen …Für ihn ein äußerst schwieriges Unterfangen, denn Stimmung wollte nicht so recht aufkommen. Nach circa anderthalb Stunden wurde er brav verabschiedet und schon bald macht der Pulk die ersten „La Ola“-Wellen im Stadion. Lang ließ sich dann die „Queen of Pop“ auch nicht mehr bitten und nach einem kleinen Intro schwebte sie, versteckt in einer Glitzerkugel, hinab auf die Bühne.

Was man jetzt über 2 Stunden zu sehen bekam, war eine perfekte Inszenierung und fast jeder alte, sowie neue Hit wurde dabei angespielt. Madonna bringt noch dazu in ihren zarten alter wirkliche Höchstleistungen hervor und man sieht, dass sie noch mit viel Spaß an der Sache dabei ist. Einziger Wermutstropfen war, dass ich beinah wegen meines Fotografierens rausgeflogen wäre. Doch immerhin konnte ich die aufgebrachte Security beruhigen und so durfte ich nach Abgaben meiner Kamera im Stadion verweilen … So bewahrheitete sich wieder, dass man dumme Menschen keine Macht geben sollte … Die Aufnahmen musste ich nämlich nicht löschen und noch dazu war es eigentlich unglaublich wie die sich dabei aufgespielt haben … Schließlich war ich nicht der Einzige mit einer Kamera im Innenraum … Wahrscheinlich ging es ihnen aber auch nur darum, dass meine Kamera einfach auch zu „professionell“ aussah … Schwamm drüber … Für den Preis, den ich bezahlt habe war, es ein lohnenswertes Konzert. Hätte ich allerdings 107 Euro dafür bezahlt, sehe die Sache ein wenig anders aus.

Lieber kein Video

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